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Projekte

Neubau der Brücke über die BAB4

Umbau Bahnhof Huchem - Stammeln

Neubau der Strecke Lindern - Heinsberg

  

 

Neubau der Brücke über die BAB4:

 

 

 

Brücke aus Sicht des Autofahrers

 

Durch wesentliche Zwänge der Strecken­führung, insbesondere der festgelegten Gradienten der BAB 4 und der Eisenbahn­strecke, ist eine maximale Konstruktions­höhe unterhalb des Gleises von nur einem halben Meter erforderlich. Auf die Mittelunterstützung wurde einerseits verzichtet, um einen Fahrzeuganprall auszuschließen, andererseits, um ein Sichthindernis für den Straßenverkehr zu vermeiden.

Es ist dem Ingenieur-Büro Cornelissen in Nideggen gelungen, ein neues Bauwerk zu entwerfen, das durch die flachen Bögen, die visuell auf die Lagerpunkte des Überbaus ausgerichtet sind, und die Querneigung der Bögen sehr elegant wirkt und gleichzeitig eine sehr wirtschaftliche Lösung darstellt.

Daten des Bauwerks:

·  Stabbogenkonstruktion aus Stahl mit angehangenem vorgespanntem Stahlbetontrog.

·  Das Bauwerk hat eine lichte Weite von 37,80 m und eine Stützweite von 38,80 m.

·  Die Stabbogenkonstruktion besteht aus zwei am Trogrand errichteten um 17 ° nach außen geneigten Stahlbögen aus einem geschweißten Rechteckhohlprofil und Hängestäben aus Flachstahl.

·  Die Fahrbahnbreite im Trogquerschnitt beträgt 4,40 m, im Bereich der Hängestäbe wird ein Lichtraumprofil von 5,00 m eingehalten.

Beidseitig der Trogkonstruktion werden ein Dienstweg mit einer Gehwegbreite von 0,80 m und ein Kabeltrog angeordnet.

Impressionen der laufenden Bauarbeiten:

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Umbau Bahnhof Huchem - Stammeln

 

Seit dem 11. Dezember 2011 ist der neue Kreuzungsbahnhof der Rurtalbahn GmbH in Huchem–Stammeln in Betrieb. Die Rurtalbahn-Stecke Linnich–Jülich-Düren ist vor allem für die Bevölkerung im nördlichen Kreisgebiet des Kreises Düren eine wichtige Verbindung nach Düren, Aachen und Köln. In Kooperation mit dem Aufgabenträger Nahverkehr Rheinland (NVR) und der Beteiligungsgesellschaft Kreis Düren wurde ein Konzept zu Reaktivierung des Bahnhofes Huchem-Stammeln erarbeitet, welches die Flexibilität von Zugkreuzungen erhöht und somit die Fahrzeit auf der Strecke merklich verkürzt. Notwendig wurde dieses Konzept durch Fahrplanverschiebungen der Regionalexpress-Verbindungen nach Köln (RE 1) und Aachen (RE 9) im Bahnhof Düren. Dabei wurden vier wesentliche Punkte ausgearbeitet:

·         Neubau eines Mittelbahnsteiges

·         Einbau von 2 Weichen

·         Neubau eines elektronischen Stellwerks

·         Technische Sicherung von 5 Bahnübergängen (inkl. 2 Neubauten).

Das Resultat kann sich sehen lassen. Mit einer Bahnsteiglänge von 120 m und einer Höhe von 55 cm ab Schienenoberkannte, können aktuelle und zukünftige Fahrzeuge problemlos verkehren. Großes Augenmerk wurde bei der Erneuerung auf eine barrierefreien Bahnsteigausstattung gelegt, zu der beidseitige behindertengerechte Rampen nach neusten Standards, Blindenleiteinrichtungen und Kontraststreifen zählen.

Darüber hinaus wurden im Rahmen des 4,5 Mio. Euro teuren Projekts die Gleise im Bahnhofsbereich verschwenkt, neue Zuwegungen, Beleuchtungen und Wartehäuser errichtet sowie etliche Kilometer Kabel zwischen Düren, Krauthausen und Huchem-Stammeln verlegt. Neben dem Bahnhof selbst war die komplett neue signaltechnische Verbindung des Typs ZSB 2000, der Firma Scheid & Bachmann (Mönchengladbach), zu den Stellwerken in Düren und Krauthausen ein Kern des Projektes.

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Neubau der Strecke Lindern - Heinsberg

Das wichtigste Zukunftsprojekt der kommenden Jahre ist für den Nahverkehr im Kreis Heinsberg die Reaktivierung der Bahnlinie zwischen Lindern und Heinsberg. Die Wurmtalbahn.
Um dieses zu realisieren, haben sich acht Kooperationspartner zusammengeschlossen: Neben dem Kreis Heinsberg sowie den Städten Heinsberg und Geilenkirchen sind das die WestEnergie und Verkehr GmbH, die Rurtalbahn GmbH, die DB Regio NRW GmbH und der Aachener Verkehrsverbund, in dessen Netz die Strecke Heinsberg – Lindern eingebunden wird, sowie der Zweckverband Nahverkehr Rheinland. Eigentümerin der Strecke ist die WestEnergie und Verkehr GmbH. Während für den Betrieb der Infrastruktur die Rurtalbahn GmbH zuständig ist, sorgt für den Linienbetrieb, zunächst bis 2016, die DB Regio NRW GmbH.
Fahrplan
Die Strecke zwischen Heinsberg und Lindern wird täglich im 60‘-Takt bedient und ist somit ein attraktives Angebot für Beruf- und Schulpendler, für Studenten aber auch im Einkaufs- und im Freizeitverkehr. Die Wurmtalbahn ist Teil der Rhein-Niers-Bahn, einer Regionalbahn die derzeit zwischen Aachen-Mönchengladbach und Düsseldorf als RB 33 verkehrt. Mit der Wurmtalbahn wird die Kreisstadt Heinsberg wieder an das überregionale Schienennetz angebunden. Fahrgäste können umsteigefrei von Heinsberg über Lindern nach Geilenkirchen oder weiter nach Aachen reisen. In Richtung Mönchengladbach und Düsseldorf ist ein Umstieg in Lindern erforderlich.
Reisezeiten ausgewählter Verbindungen (ca.-Angaben):
Heinsberg-Aachen-West = 45 min
Heinsberg-Aachen-Schanz = 47 min
Heinsberg-Aachen Hbf = 51 min
Heinsberg-Lindern = 17 min
Heinsberg-Geilenkirchen = 27 min
Linienverlauf
Der Anschluss der Stadt Heinsberg an das bestehende Schienennetz im AVV bindet nicht nur die Kreisstadt Heinsberg, sondern auch weitere Orte in das Schienenverkehrsnetz mit ein. Sechs Stationen befinden sich auf der 12,2 km langen Strecke zwischen Heinsberg und Lindern, davon fünf Haltepunkte (Hp) und ein Bahnhof (Bf). So kommen auch die Menschen in Oberbruch, Dremmen, Porselen, Horst und Randerath in den Genuss der neuen (alten) Anbindung und können alle Vorteile der umweltfreundlichen und schnellen Wurmtalbahn nutzen.
Betriebskonzept
Der Betrieb auf der Wurmtalbahn erfolgt als sogenanntes Flügelzugkonzept. Ab Aachen verkehrt der Zug zweiteilig. In Lindern wird der Zug geteilt (geflügelt). Ein Teil fährt in Richtung Heinsberg und ein Teil weiter in Richtung Mönchen­gladbach/Düsseldorf. Durch den Flügelzugbetrieb können die Betriebskosten gegen­über einer gesonderten Linie deutlich reduziert werden.
Die Zukunft ist knapp 70 Meter lang und hat Platz für bis zu 434 Menschen: Der Triebwagen ET 425, der auf der Strecke Heinsberg-Lindern eingesetzt wird, ist ein vielfach genutzter Elektro-Gliedertriebzug für den Regionalverkehr. Gebaut vom Konsortium Siemens Transportation Systems / Bombardier / DWA ist er auf zahlreichen Strecken der DB Regio NRW in Nordrhein-Westfalen unterwegs.
Die ET 425 Fahrzeuge
  • haben ein starkes Beschleunigungsvermögen,
  • haben einen sparsamen Energieverbrauch dank sicherer Leichtbauweise,
  • gewinnen beim Bremsen Energie zurück und nutzen die Abwärme zum Beheizen der Fahrgasträume,
  • sind vierteilig, klimatisiert, mit höhengleichem Einstieg,
  • haben eine barrierefreie Toilette und einen Mehrzweckraum sowie
  • eine elektrische Einstiegshilfe für Rollstühle
Höchstgeschwindigkeit:               160 km/h
Nennleistung:                                2.350 kW
Gesamtgewicht:                            137 t
Länge über Puffer:                       67,5 m
Sitz-/Stehplätze:                         206/228
Infrastruktur
Gleisanlagen
Die Gleisanlagen der Wurmtalbahn werden nach denselben Standards wie das Netz der Deutschen Bahn gebaut - nämlich nach der Eisenbahnbau- und Betriebsordnung (EBO). Die Gleise der freien Strecke werden auf Betonschwellen in einem konventionellen Schotterbett verlegt. Das Schotterbett ist wartungsfreundlich, es absorbiert Schwingungen, führt zu einem gleichmäßigen Lastabtrag in den Untergrund und ist z. B. im Vergleich zur Bauart "feste Fahrbahn“ relativ leise, da es den Schall teilweise absorbiert. Die Spurweite der Gleise beträgt gemäß EBO 1.435 mm, als Schienen kommen so genannte schwere Vignolschienen zum Einsatz.
Die Strecke hat eine Länge von ca. 12,2 km, die Gleislänge ist jedoch mit ca. 12,7 km etwas größer, da in den Bahnhöfen Oberbruch und Heinsberg mehrere Gleise parallel liegen.
Bahnübergänge
Alle höhengleichen Bahnübergänge (BÜ) der Wurmtalbahn erhalten eine technische Sicherung nach EBO. Diese Sicherungsart bietet ein Höchstmaß an Sicherheit und betrieblicher Flexibilität. Zudem kann auf die Sicherung mit "hörbaren Signalen der Schienenfahrzeuge“ (Pfeifen) verzichtet werden. Moderne, rechnergesteuerte BÜ-Anlagen verfügen über optimierte Einschaltungen zur Minimierung der Schließzeiten für den Straßenverkehr. Akustische Zusatzsignale werden mit einer nächtlichen Absenkung des Schallpegels versehen.
Leit- und Sicherungstechnik
Die Wurmtalbahn erhält eigene "elektronische Stellwerke für Regionalbahnen“, die in Lindern mit dem elektronischen Stellwerk der DB Netz verknüpft werden. Die Stellwerke sind redundant ausgelegt und kommunizieren untereinander auf sicheren Signalwegen. Die Zugfahrten gehen im Bahnhof Lindern in das Netz der DB über und werden vom Zugleiter der Rurtalbahn in Düren geleitet. Auf der Wurmtalbahn wird der signalisierte Zugleitbetrieb (Ril 437) eingeführt.
Haltepunkte und Bahnhöfe
Freundlich, komfortabel und sicher sollen sie werden, die Bahnhöfe und Haltepunkte zwischen Heinsberg und Lindern. Deshalb haben die Kooperationspartner Standards festgelegt, die an allen Stationen der Wurmtalbahn eingehalten werden. Um die knapp 70 Meter langen Züge, die auf der Strecke Heinsberg - Lindern eingesetzt werden, auch bei einer Doppeltraktion aufnehmen zu können, werden die Bahnsteige überall mit 145 m geplant. Ihre Breite soll zwischen 2,75 m und 7,5 m betragen. Die Flächen der früheren Bahnsteige sind teilweise verfügbar. Da diese nach 1980, als der Personenverkehr auf der Strecke eingestellt wurde, aber größtenteils zurückgebaut wurden, werden sie für die neue Wurmtalbahn vollständig erneuert.

Elektrifizierung
Betrieben wird die Bahnstrecke zwischen Lindern und Heinsberg als Linienteil der RB 33. Diese Verbindung zwischen Aachen und Duisburg, die auch „Rhein-Niers-Bahn“ genannt wird, ist elektrobetrieben, weshalb auch die Strecke zwischen Lindern und Heinsberg elektrifiziert wird.
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