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Mit Bus & Bahn zum Impfzentrum

Impfzentren in AVV-Ankunftssystem integriert

Busse und Bahnen im Aachener Verkehrsverbund (AVV)  sind auch während des pandemiebedingten Lockdowns weiter zuverlässig unterwegs. Die Verkehrsunternehmen im Verbund ergreifen seit Beginn der Pandemie verschiedene Maßnahmen für eine sichere Beförderung der Fahrgäste.

In der kommenden Woche, am 8. Februar 2021, öffnen die Impfzentren in NRW ihre Türen. Darauf hat sich auch der AVV eingestellt: Das Auskunftssystem des AVV unter https://auskunft.avv.de sowie die AVV-App avvconnect zeigen den Fahrgästen den direkten Weg zu den Impfzentren der StädteRegion Aachen sowie den Kreisen Düren und Heinsberg mit den öffentlichen Verkehrsmitteln.

Damit die Fahrgäste schnell und unkompliziert den Weg zum jeweiligen Impfzentrum im AVV-Verbundgebiet finden, wurden deren Standorte mittels eines Updates in das Auskunftssystem des AVV eingepflegt. Mit der Start- oder Zieleingabe „Impfzentrum“ kann das jeweils zugewiesene Impfzentrum über eine Vorschlagsliste ausgewählt werden.

Neben der reinen ÖPNV-Verbindung in Echtzeit zur nächstgelegenen Haltestelle zeigt die AVV-Auskunft auf einer übersichtlichen Karte auch umliegende Haltestellen und einen etwaigen Fußweg zu den Impfzentren an. Die multimodale AVV-Auskunft gibt zudem auch Verbindungen via Car- oder BikeSharing aus, gerade in Tagesrandlagen eine praktische Funktion. So kann sich jeder ganz unkompliziert mit der Auskunft auf www.avv.de oder via der App avvconnect seine passende Verbindung zum persönlichen Impftermin zusammenstellen.

In Bus & Bahn müssen ab dem 25.01.2021 medizinische Masken getragen werden

Verwendung von Stoffmasken, Halstüchern oder Schals ist nicht mehr gestattet

Der durch die Corona-Pandemie bedingte Lockdown betrifft vielfältige Lebens- und Wirtschaftsbereiche und somit auch den ÖPNV. Um das Infektionsrisiko weiter zu reduzieren, muss laut der Coronaschutzverordnung des Landes NRW ab Montag, dem 25. Januar 2021, im ÖPNV eine medizinische Maske getragen werden. Die Verwendung von textilen oder selbstgenähten Masken, einem Halstuch oder einem Schal ist nicht mehr gestattet.

Medizinische Masken sind sogenannte OP-Masken und Masken des Typs FFP2 und KN95. Solche medizinischen Masken schützen sowohl den Träger der Maske als auch die anderen Fahrgäste. Die Maskenpflicht gilt in Bussen und Bahnen sowie an Bahnsteigen, Haltestellen und in Bahnhöfen. Wer keine medizinische Maske trägt, dem droht ein Bußgeld in Höhe von 150 Euro.

Weitere wichtige Bausteine zur Eindämmung des Coronavirus sind bei Fahrten mit Bus und Bahn:

  • Das Abstandhalten zu anderen Fahrgästen, indem z.B. alle Türen zum Ein- und Aussteigen genutzt werden und sich die Fahrgäste gleichmäßig im Fahrzeug verteilen.
  • Das Verschieben von Einkaufs- und Besorgungsfahrten auf Zeiten, in denen Berufspendler nicht unterwegs sind.
  • Beachten der Hygienehinweise der Bundesregierung und des Robert-Koch-Instituts wie gute Handhygiene und das Einhalten der Husten- und Nies-Etikette.
  • Der Verzicht während der Fahrt zu essen und zu trinken.

Weitere Informationen sind zu finden unter www.avv.de sowie im Landesportal unter https://www.land.nrw/de/wichtige-fragen-und-antworten-zum-corona-virus#0a57cfbb.

Rurtalbahn Kontakt

Fahrplanerweiterung bei der Rurtalbahn

Ab dem Fahrplanwechsel am 13.12.2020 verkehren Züge der RB28 Bördebahn zwischen Düren und Euskirchen von Montag bis Freitag durchgehend alle zwei Stunden. Die Taktlücke zur Mittagszeit wurde hier geschlossen. Aufgrund von Verbesserungen an der Infrastruktur konnte die Fahrzeit auf 46 Minuten verkürzt werden.

Pendler haben auf dem Südast der RB21 Rurtalbahn zwischen Düren und Heimbach eine zusätzliche Fahrtmöglichkeit. Der Zug von Heimbach verkehrt ab dem 14.12.2020 eine Stunde früher bereits um 04:44 Uhr. In Düren werden die Anschlüsse nach Köln und nach Aachen erreicht, sodass die Pendler neu bereits um 6:12 Uhr in Köln und um 6:07 Uhr in Aachen sein können. Des Weiteren fährt an Freitag- und Samstagabenden ein zusätzliches Zugpaar zwischen Düren und Heimbach, sodass noch um 23:20 Uhr ab Düren nach Heimbach gefahren wird.

Der Nordast der RB21 Rurtalbahn zwischen Düren und Linnich erhält einen nun durchgehenden Zwischentakt zwischen Düren und Jülich Nord von 6 Uhr bis 19 Uhr von Montag bis Freitag. Ab dem 13.12.2020 gibt es täglich eine zusätzliche Zugfahrt um 23:21 Uhr ab Düren in Richtung Linnich-Tetz und ab Linnich-Tetz um 23:33 Uhr nach Düren. Die letzten Verbindungen mit Anschluss nach Linnich verkehren somit erst um 22:47 Uhr ab Köln und um 22:51 Uhr ab Aachen. Der Schienenersatzverkehr zwischen Linnich und Linnich-Tetz bleibt bis auf weiteres bestehen, ab dem Fahrplanwechsel bedient der Schienenersatzverkehr allerdings zusätzlich die Bushaltestelle Gevenich Kiffelberg.

Bilanz Maskenkontrolltag: Insgesamt 126 Bußgeldverfahren eingeleitet

Bei gemeinsamen Schwerpunktkontrollen an den Bahnhöfen Düren und Horrem haben die Ordnungsämter, DB Sicherheit und die Bundespolizei gestern eine Vielzahl von Verstößen gegen die Maskenpflicht festgestellt. Von den zuständigen Ordnungsämtern werden jetzt entsprechende Bußgeldverfahren eingeleitet.

In Düren erstellten die Mitarbeiter des städtischen Ordnungsamtes 124 Anzeigen. Vier Personen verhielten sich renitent und respektlos. Zudem wurde ein Hausverbot ausgesprochen und es kam zu einer Anzeige wegen unerlaubten Aufenthaltsstatus und dem Verdacht des Mitführens von Diebesgut.

In Horrem wurden von den Ordnungsamtsmitarbeitern der Stadt Kerpen 823 Personen angesprochen, da sie keine Maske anhatten oder diese falsch trugen. Bußgeldverfahren wurden lediglich gegen zwei Busfahrer eingeleitet, da diese trotz Aufforderung beziehungsweise wiederholt gegen die Maskenpflicht verstoßen haben.

Die Kontrollen zur Einhaltung der Maskenpflicht fanden zwischen 14 und 18 Uhr statt. Die gemeinsame Aktion von Ordnungs- und Sicherheitskräften wurde koordiniert vom Nahverkehr Rheinland (NVR), dem Aufgabenträger für den Schienenpersonennahverkehr (SPNV). Diesmal stand die Einhaltung der Maskenpflicht auf den Bahnsteigen im Vordergrund, da die Erfahrung der vergangenen Wochen gezeigt hat, dass sich die Fahrgäste in den Zügen sehr konsequent an das Tragen der Mund-Nase-Bedeckungen halten. Auf den Bahnsteigen und in den Bahnhöfen werden die Masken jedoch von vielen Personen nicht getragen.

Durch den Aktionstag sollte klargestellt und den Fahrgästen ins Bewusstsein gerufen werden, dass die Tragepflicht dort genauso besteht wie in den Zügen. Die Maskenpflicht im NRW-Nahverkehr gilt bereits beim Betreten von Bahnhöfen, Bahnsteigen und Haltestellen sowie in allen Bussen und Bahnen. Wer keine Mund-Nasen-Bedeckung im NRW-Nahverkehr trägt, muss seit dem 12.08. auch ohne vorherige Ermahnung ein Bußgeld in Höhe von 150 Euro zahlen.

Einen Überblick über alle im SPNV geltenden Maßnahmen finden Sie auch unter https://www.mobil.nrw/corona.html.

Pänz op Jöck: Günstig durch die Herbstferien

Mit Bussen, Zügen und Bahnen sind Kinder und Jugendliche in ganz NRW für 31 Euro mobil.

Die Herbstferien stehen vor der Tür und trotz der coronabedingten Einschränkungen ist der ÖPNV ein sicheres und klimafreundliches Transportmittel. Für alle Kinder und Jugendliche von 6 bis einschließlich 20 Jahren, die Ausflüge oder einen Besuch bei Freunden oder der Familie planen, ist das SchöneFerienTicket NRW die erste Wahl: Es ermöglicht seinem Inhaber im Zeitraum von Samstag, 10. Oktober, bis Sonntag, 25. Oktober 2020, beliebig viele Fahrten mit Bus, Bahn oder Zug in ganz NRW. Und kostet gerade mal 31 Euro.

Wichtig zu wissen: Das Ferienticket ist nicht übertragbar und neben Bus und Bahn auch gültig für die 2. Klasse der Nahverkehrszüge (S-Bahn, RegionalBahn und RegionalExpress). Geschwister und Freunde unter 6 Jahren fahren kostenlos mit. Das SchöneFerienTicket NRW ist erhältlich an den Automaten der Deutschen Bahn (DB), in den DB-Reisezentren sowie an den Ticketautomaten und in den Verkaufsstellen vieler weiterer Verkehrsunternehmen.

Im OnlineTicketShop des Mobilitätsportals unter SchöneFerienTicket NRW können Unternehmungslustige das Ticket online kaufen und direkt ausdrucken. Weitere Informationen finden Sie unter https://www.mobil.nrw/tickets/tickets-im-nrw-tarif/fuer-die-ferien.html

Kamp-Lintfort: Niederrheinbahn startet Betrieb

Die NordWestBahn hat auf der neuen Strecke der Niederrheinbahn zwischen Moers und Kamp-Lintfort den Wochenend-Pendelverkehr zur Landesgartenschau aufgenommen. “Nach Jahren der Planung, Monaten des Bauens und Tagen der Hoffnung freue ich mich, dass die Bahn ihre Jungfernfahrt nun gemeistert hat”, jubilierte Bürgermeister Prof. Dr. Christoph Landscheidt. Um Punkt 9:26 Uhr erreichte der Zug der NordWestBahn den Haltepunkt Süd in Kamp-Lintfort. Gemeinsam mit dem Verkehrsminister des Landes NRW, Hendrik Wüst, dem Moerser Bürgermeister Christoph Fleischhauer, Landrat Dr. Ansgar Müller, Gabriele Matz vom Verkehrsverbund Rhein Ruhr, Peter Ulmer, Regionalleiter Niederrhein/Ruhr der NordWestBahn, Herbert Häner von der Niederrheinbahn GmbH und Hochschulpräsident Dr. Oliver Locker-Grütjen empfing Landscheidt die ersten Fahrgäste auf dem neuen Bahnsteig. „Der Pendelbetrieb ist ein schöner Vorgeschmack auf die Reaktivierung der Schienenstrecke. Kamp-Lintfort ist die drittgrößte deutsche Stadt ohne eigenen Schienenanschluss. Das werden wir so schnell wie möglich ändern. Deshalb engagiert sich das Land finanziell auch beim Neubau eines neuen Stellwerks zusätzlich zu den eigentlichen Kosten der Reaktivierung mit 12,33 Millionen Euro, um die Reaktivierung 9 Jahre früher zu ermöglichen. Wir verbessern damit die SPNV-Verbindungen am linken Niederrhein und leisten einen Beitrag für saubere Mobilität. Nur dort, wo Züge fahren, können die Menschen auch umsteigen auf die Bahn“, sagte Verkehrsminister Hendrik Wüst.

In nur knapp sechs Wochen Bauzeit wurde die über sieben Kilometer lange Strecke zwischen Moers Rheinkamp und Kamp-Lintfort komplett saniert und an der Kattenstrasse in Kamp-Lintfort ein neuer Bahnsteig gebaut. “Stellenweise war es knapp, aber wir haben immer daran geglaubt, dass es klappt”, berichtet der Geschäftsführer der Niederrheinbahn GmbH, Herbert Häner.

Allerdings bleibt nun keine Zeit zum Ausruhen. Alle Beteiligten betonen, dass sie genauso so konstruktiv und zielstrebig weiter machen wollen, um möglichst bald auch an Werktagen einen Zugverkehr im Regelbetrieb der NordWestBahn Linie RE 44 zwischen Bottrop und Kamp-Lintfort zu realisieren. Bereits vor einigen Wochen haben Minister Wüst und der Verkehrsverbund Rhein Ruhr hierzu die Grundlagen geschaffen. So finanziert das Land einen Stellwerksumbau, welcher für den Regelbetrieb erforderlich ist. Der Verkehrsverbund fördert die Infrastrukturmaßnahmen, wie zum Beispiel die Streckensanierung, den Streckenneubau auf dem ehemaligen Bergwerksgelände und den Gleisbogen in Rheinkamp. Zuzüglich der Mittel der Niederrheinbahn GmbH kommt hier ein deutlich zweistelliger Millionenbetrag zusammen. „Gut investiertes Geld!“, so Bürgermeister Landscheidt. Der Zug käme nicht nur Pendlerinnen und Pendlern, sondern auch den Studentinnen und Studenten der Hochschule Rhein-Waal zu Gute. Abschließend bedankte sich Landscheidt bei allen Beteiligten für die Ausdauer und das Vertrauen. Das bislang Erreichte sei eine gute Basis, um das große Ziel des Regelbetriebes zu erreichen.

Fahrkarten gibt es in allen Vorverkaufsstellen und Kundencentern der Verkehrsunternehmen und an den Ticketautomaten im VRR-Gebiet. In Kamp-Lintfort und Moers entsprechend in den Kundencentern der NIAG (Kamp-Lintfort: Kamperdickstraße 4, Moers: Neuer Wall 10). Es gilt der VRR-Tarif. Bis zum 11. Oktober fahren die Züge der Linie RB 31 der NordWestBahn immer samstags, sonntags und an Feiertagen von 08:43 Uhr bis 19:43 Uhr stündlich von Duisburg Hbf zum neu eingerichtete, barrierefrei ausgebauten Haltepunkt Kamp-Lintfort Süd. Zurück nach Duisburg geht es immer im Stundentakt von 09:32 Uhr bis 20:32 Uhr. Die Fahrzeit beträgt circa 45 Minuten.

Weitere Pläne der Eifel-Bördebahn

Seit Mitte Dezember 2019 fährt die Bördebahn nach einem neuen Fahrplan werktags alle zwei Stunden. Im Durchschnitt wird das Angebot unter der Woche von 15 Fahrgästen genutzt. An einigen Tagen gebe es aber auch 40 Fahrgäste, sagt Sebastian Nießen. Die meisten Menschen pendeln zwischen Zülpich und Euskirchen hin und her. Das Angebot sei für Pendler noch nicht so attraktiv. Das werde sich ändern, sobald die Züge stündlich fahren. Dann rechnen wir auch ab Düren mit mehr Fahrgästen in Richtung Euskirchen.

Gerade laufen Pläne für Bauarbeiten am Haltepunkt in Vettweiß. Am Dürener Bahnhof und an anderen Haltepunkten gab es schon Arbeiten für modernere Anlagen und neue Signaltechnik. Aktuell brauchen Pendler von Düren nach Euskirchen 50 Minuten. Ende 2021 sollen es nur noch 40 Minuten sein. 2025 nur noch 35 Minuten – wenn alles nach Plan läuft.

RB 21 Linnich-Tetz: Streckensperrung und Schienenersatzverkehr aufgrund eines Brückenschadens

Die Strecke zwischen dem Bahnhof Linnich und dem Haltepunkt Tetz der Rurtalbahn Linie RB 21 ist ab sofort für den Schienenverkehr gesperrt. Grund dafür ist ein Brückenschaden. Ersatzweise verkehren Busse.

An der Brücke über dem Malefinkbach wurden am vergangenen Wochenende aufgrund von Setzungen des Bauwerkes Schäden festgestellt, die dazu führten, dass eine Sperrung des Streckenabschnitts zwischen Linnich und Tetz am Samstagabend gegen 18.00 Uhr veranlasst wurde.
Bei genauerer Betrachtung der Brücke mit Fachleuten am Montagmorgen wurde festgestellt, dass es sich hierbei um größere Schäden handelt, die nicht kurzfristig behoben werden können. Aus diesem Grund ist dieser Streckenabschnitt nicht befahrbar und der Schienenverkehr wird hier bis auf Weiteres eingestellt. Aktuell kann noch nicht abgesehen werden, wie lange diese Sperrung andauern wird. Ein Maßnahmenplan befindet sich derzeit in Bearbeitung.

Während dieser Streckensperrung wird ein Schienenersatzverkehr mit Bussen eingerichtet. Die diesbezüglichen Fahrzeiten können dem SEV-Fahrplan entnommen werden, der an den Haltepunkten Linnich und Tetz, wie auch auf unserer Webseite einsehbar ist. Hierbei ist zu beachten, dass die Fahrradmitnahme in den Bussen des Ersatzverkehrs nicht möglich ist.

Fahrscheinautomaten verabschieden sich endgültig aus der Rurtalbahn

Bis zum 29. Februar bestand noch übergangsweise die Möglichkeit für Fahrgäste, Fahrscheine an den Automaten innerhalb der Rurtalbahn Züge zu kaufen. Nun haben sich diese endgültig aus den Zügen verabschiedet, sodass Fahrkarten fortan nur noch an den neuen Automaten an den Haltepunkten erhältlich sind. Fahrgäste müssen ihre Fahrkarten somit ab sofort vor Fahrtantritt am Bahnsteig kaufen.

Erster Wasserstoffzug auf der Rurtalbahn-Strecke im Test

Er ist leise, schnell und umweltfreundlich: Der erste Wasserstoffzug, der am 18. Februar 2020 durch den Kreis Düren fuhr, steht für innovative Technik und zukunftsweisende Mobilität. „Sie sind alle Pioniere“, rief Landrat Wolfgang Spelthahn den rund 100 Gästen auf der Fahrt von Düren nach Jülich zu.

Coradia iLint: So heißt der Zug, den das international agierende Unternehmen Alstom dem Kreis Düren zu Testzwecken für zwei Tage zur Verfügung stellt. Der blaue Zug hat eine Reichweite von 1000 Kilometern, fährt bis zu 140 Stundenkilometer schnell und ist in 15 Minuten aufgetankt. „Das sind Werte, die ihn für den Einsatz auf längeren Strecken qualifizieren“, sagte Landrat Wolfgang Spelthahn. „Wir setzen auf diese Technik.“ Der Kreis wird so bald wie möglich eigene Pkw, Busse und Züge anschaffen.

Dass das Thema Wasserstoff auch von der Landesregierung als bedeutsam eingeschätzt wird, unterstrich der Besuch von NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst. Der Christdemokrat betonte, dass das Land „überall dort, wo es möglich ist, Wasserstoff zur Anwendung bringen wird“. Diese Steilvorlage verwandelte Landrat Wolfgang Spelthahn mühelos: „Bei uns im Kreis Düren ist es möglich.“

Der Alstom-Zug ist der erste Wasserstoffzug, der in der gesamten Region unterwegs war. Stromleitungen sind überflüssig, da die zum Antrieb benötigte Energie mittels einer Brennstoffzelle produziert wird. Eine Fahrt im Wasserstoffzug fühlt sich in etwa an wie in einem herkömmlichen Zug. Genauso schnell, aber leiser. Die Einrichtung unterscheidet sich nicht.

Bund und Land hätten die Bedeutung dieser umweltschonenden Technik erkannt, sagte Landrat Wolfgang Spelthahn. „Der Kreis Düren bietet sich an, als Reallabor zu fungieren und Projekte konkret an den Start zu bringen.“ Derzeit ist der Kreis Düren dabei, eine Infrastruktur aufzubauen. Kürzlich ist für die erste Wasserstofftankstelle im Kreis eine Bundesförderung von 1,3 Millionen Euro zugesagt worden. Außerdem wird der Kreis ein Wasserstoff-Info-Zentrum errichten, um das Bewusstsein in der Bevölkerung weiter auszubauen.

Burkhard Reuter, Alstom-Geschäftsführer, betonte, dass gerade die Eifel mit ihrer einladenden Natur für Wasserstoffzüge prädestiniert sei. Bei den Fahrten entstünden keine Emissionen. Herbert Häner, Geschäftsführer der Rurtalbahn, zeigte sich ebenfalls als Fan der Wasserstofftechnik. Die Rurtalbahn habe schon immer eine Vorreiterrolle übernommen. Zum Einsatz kam der Alstom-Zug heute bei seinen Fahrten nach Jülich und Kreuzau-Obermaubach auf den Strecken der Rurtalbahn.

Für Landrat Wolfgang Spelthahn ist die Konzentration auf mit Wasserstoff betriebene Fahrzeuge „ein Beitrag des Kreises Düren zum Strukturwandel“. Die Jülicher Firma Nproxx ist eines der bisher vier weltweit tätigen Unternehmen, das Wasserstofftanks produziert. Eine steigende Nachfrage bedeute Arbeitsplätze, so der Landrat. „Es gibt im Kreis Düren eine große Wasserstoffeuphorie“, sagte Wolfgang Spelthahn. „Wir werden am Ball bleiben“ – und Zug um Zug die Wasserstoffinitiative fortsetzen.

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